Die Gene des US-Imperialismus

Vortrag und Diskussion mit
Dr. Werner Rügemer

Die USA sind entschlossen, die westliche Vorherrschaft wieder herzustellen.
In München legte der US-Außenminister Marco Rubio den Kontext für diese Ambitionen Washingtons dar. Er sieht das Jahr 1945 als eine Niederlage des Westens. Die Entkolonialisierung sei in Wirklichkeit ein finsteres kommunistisches Komplott.

500 Jahre westlicher Imperien seien zerstört worden. „Aber gemeinsam erkannten unsere Vorgänger, dass der Niedergang eine Entscheidung war, und es war eine Entscheidung, die sie nicht treffen wollten. Das haben wir schon einmal gemeinsam geschafft, und das wollen Präsident Trump und die Vereinigten Staaten jetzt wieder tun…. Wir wollen nicht von Schuldgefühlen geplagt werden oder die Verwalter eines kontrollierten Niedergangs sein … Stattdessen wollen wir ein Bündnis, das mutig in die Zukunft voranschreitet. Und die einzige Angst, die wir haben, ist die Angst vor der Schande, unseren Kindern keine stolzen, starken und wohlhabenden Nationen zu hinterlassen.“

Die Kriegsdrohungen der USA gegen den Iran erscheinen in diesem Kontext als Teil der Ambitionen, die antikoloniale Befreiung zu revidieren.
In dieser Situation ist festzuhalten: Die USA verstehen sich als einzige Weltmacht, die der grenzenlosen Profitakkumulation und Selbstentfaltung einer winzigen Minderheit dient. Dazu gehört, national wie international, bei Bedarf die Verletzung aller Menschenrechte und des Völkerrechts, Terrorismus und Völkermord inbegriffen, auch durch US-Stellvertreter. Die zugrunde liegende DNA, diese Gene gelten seit der Staatsgründung – die damit verbundenen Praktiken werden bis heute ständig modernisiert.

Bücher von Dr. Werner Rügemer

  • BlackRock Germany, Die heimliche Weltmacht, ihre Praktiken in Deutschland und Friedrich Merz. 112 Seiten, 14,80 Euro, Hintergrund Verlag Berlin 2025, ISBN 978-3-910568-17-4 
  • Verhängnisvolle Freundschaft. Wie die USA Europa eroberten, zunächst vom 1. zum 2. Weltkrieg. Köln 2023, 326 Seiten, 22,90 Euro

Die NATO – das Verteidigungsbündnis, das nie eins war

Veranstaltung von „Aufruf 70+ gegen Militarisierung und Kriegsdienst

Die USA gründeten 1949 die NATO, um dem angeblichen Expansionsdrang der Sowjetunion Schranken zu setzen. Obwohl 1990 die Sowjetunion zerfiel und sich der Warschauer Pakt auflöste, blieb die NATO erhalten, erweiterte sich sogar um die osteuropäischen Staaten in Richtung Russland, das erneut zum Feind erklärt wurde.

Die USA bauen seitdem Militärstützpunkte in Osteuropa auf, auch in Ländern wie dem Kosovo, das weder NATO- noch EU-Mitglied ist, und führen weltweit neue Kriege, mit oder ohne eine jeweilige „Allianz der Willigen“. Die europäischen NATO-Mitglieder verdoppeln derzeit auf Trumps Aufforderung hin ihre Militärbudgets. Über die Geschichte der NATO und die Möglichkeiten des Widerstands gegen die Militarisierung.

Dr. Werner Rügemer wird zu diesem Thema referieren.

Organisierter Diebstahl Venezuela

Der Völkerrechtswidrige Angriff auf Venezuela durch die USA beweist einmal mehr, dass der Hegemon vor nichts zurückschreckt. 

Die Kirsche auf der Sahnetorte ist mit der Entführung seines Präsidenten Nicolás Maduro passiert. Ohne Belege bezeichnen ihn die USA als einen Drogenhändler und Verbrecher, während er sich selbst als gekidnappt und Kriegsgefangenen bezeichnet. Er hat sich vor einem New Yorker Gericht für nicht schuldig erklärt und lehnt die Anklage ab.

Ist Donald Trumps „America First“-Kurs ein Rückzug in den Isolationismus oder der Beginn einer aggressiven neuen Globalisierungswelle?

Trump bezieht sich in seiner „Nationalen Sicherheitsstrategie“ vom Dezember 2025 auf die Monroe-Doktrin. Sie stammt von 1823, als der US-Gründungsstaat noch am Anfang seiner weiteren Expansion stand, in Nordamerika, und die europäischen Kolonialmächte raushalten beziehungsweise vertreiben wollte. Aber das Monroe-Prinzip besagt: Aus allen neu zu erobernden Gebieten müssen alle Feinde und Konkurrenten vertrieben werden!

Venezuela zählt zum Hinterhof der USA. Und dann gelten alle möglichen Sicherheitsgründe, um Süd-Amerikanische Länder wie Venezuela oder Kuba als direkte Bedrohung für die USA zu schildern. Das was wir in jeden Fall erleben ist eine Renaissance des Absolutismus.

Dieses Thema sowie weitere Themen über Süd-Amerika wird uns Carsten Hanke (Präsident der Gefis) im Rahmen eines Vortrags vorführen. 

Wir freuen uns sehr über deine Teilnahme!
Um eine optimal Organisation zu gewährleisten ist deine Reservierung erbeten! Eine Spende ist willkommen.

Hände weg von Venezuela

und von der Rest der Welt!
von Thierry

Der völkerrechtswidrige Angriff der USA auf Venezuela zeigt einmal mehr, wie die Mächtigste dieser Welt ihr Marktradikalismus vorantreiben.

Seit 1945 ist Europa Amerikas Hinterhof und somit dessen 53. Staat. D. h. wir, die Europäer, haben seit 80 Jahren mit einer ferngesteuerten diktierten Politik (Dr. Werner Rügemer, Verhängnisvolle Freundschaft) aus den USA zu tun. Bis auf ein Paar Ausnahmen wie General Charles de Gaulle, Willy Brandt, und aktueller Viktor Orban, Emmanuel Macron (beide mit der Ablehnung Mercosur) kaum einer europäischen Staatslenker traut sich zu, den USA Paroli zu geben.

„Hände weg von Venezuela“ weiterlesen

Manos fuera de Venzuela! Hände weg von Venezuela! Hands off Venezuela!

Gestern Venezuela, morgen Kolumbien und übermorgen Grönland?!

Da machen wir nicht mit! Wir fordern die Bundesregierung auf, sich klar gegen den völkerrechtswidrigen militärischen Angriff der USA auf Venezuela zu positionieren.

Wir demonstrieren gegen den US-Imperialismus und gegen das Wegschauen der Bundesregierung angesichts eklatanter Verstöße gegen das UN-Gewaltverbot. Die UN-Charta verbietet die Androhung und den Einsatz von Gewalt in den Beziehungen zwischen Staaten.

Unabhängig davon, wie man den venzolanischen Präsidenten Maduro und seine Politik bewertet, ist seine Verschleppung ein grober Verstoß gegen internationales Recht gegen die Menschenrechte. Die USA betreiben eine zivilisationsferne Politik der Destabilisierung und Kolonisierung gegenüber ihnen nicht genehmen Staaten. Neueste Belege hierfür sind die von US-Präsident Trump angedrohte Entmachtung des gewählten kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro sowie die US-amerikanischen Ansprüche auf eine Annexion Grönlands.

In Kooperation mit JSW NRW (Jugendbündnis Sahra Wagenknecht), SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend), Friedensbündnis NRW und Friedensforum Düsseldorf

Als Mitglied im Bundestag für BSW wird Christian Leye die Kundgebung als Redner unterstützen. 

USA raus aus Venezuela

Angesichts des Angriffs der USA auf Venezuela bekräftigen wir unsere Überzeugung, dass sich, wie in den zweihundert Jahren der Unabhängigkeitsgeschichte, der unerschütterliche Wille des venezolanischen Volkes und sein Recht auf Selbstbestimmung durchsetzen werden. (…)

Wir rufen die Völker, die künstlerischen und intellektuellen Gemeinschaften, die sozialen Bewegungen und die Regierungen in Lateinamerika, der Karibik und der ganzen Welt dringend dazu auf, eine militante und wirksame Solidarität mit Venezuela zu aktivieren. Dies ist kein isolierter Angriff, sondern ein Schlag gegen die Souveränität aller Völker und ein gefährlicher Präzedenzfall für die Menschheit. Wir müssen einen globalen Protest, eine kritische intellektuelle Debatte und politischen Druck organisieren, um diesen Raubkrieg zu stoppen.“

Der Aufruf stammt vom Netzwerk von lateinamerikanischen Intellektuellen, Künstlern und sozialen Bewegungen zur Verteidigung der Menschheit (Cubaminrex-REDH)

„Seit 2014 wurden mehr als 1.000 UCMs (unliterale Zwangsmaßnahmen/ US-Sanktionen) und andere Straf- und Restriktionsmaßnahmen gegen Venezuela verhängt, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Ölindustrie und andere Produktionszweige sowie auf den Außenhandel des Landes hatten. (…) Laut UNICEF führten die Beschränkungen für Lebensmittelimporte in Venezuela zwischen 2016 und 2022 zu einem stetigen Anstieg der Unterernährung, wobei über 2,5 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen waren.“ 

(Imperialist War and Feminist Resistance in the Global South“, Studie des Tricontinantel Instituten)

Der von den EU flankierte US-Imperialismus tötet – täglich und weltweit. Alleine 500 000 Menschen sterben jedes Jahr an den den Sanktionen, die vor allem von den US und der EU menschen- und völkerrechtswidrig verhängt werden. Der Wirtschaftskrieg übertrifft noch die Millionen Toten der US geführten Kriege der letzten Jahrzehnte.

Der westliche Neoliberalismus hat keine Zukunft. Solidarität mit Venezuela heißt der Charta der Vereinten Nationen, dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und einem global kooperativen und menschenwürdigen Zusammenleben den Boden zu bereiten.

Erinnern – Eine Brücke für die Zukunft

Immer öfter versucht die Herrschaft und seine Helfer (Medien und Politik) die Geschichte an ihrem Gusto zu passen, oder sie umzudeuten. 

Deshalb ist es wichtig, dass eine Erinnerung an die Propaganda, die vor achtzig Jahren von den Faschisten mörderisch gefördert wurde, jährlich Bundesweit stattfindet.

Diese Geschichte darf keinen Wiederholungsfall werden.

Deshalb komme bitte zu dieser Gedenkveranstaltung in der AntoniterCitykirche an der Schildergasse am Dienstag, 27. Januar 2026 um 18 Uhr, setzt ein großes Zeichen für Frieden!

Programm:
Grußwort Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend
Sprecher*innen Renate Fuhrmann, Klaus Nierhoff, Laura Suderland
Musik Akiko Ahrendt, Violine und Leonhard Huhn, Saxofon
Mahngang zum Rautenstrauch-Joest-Museum
Es spricht Dr. Anna Brus

Weitere detaillierten Informationen bekommst du hier.

A Single Day

Film über Gewissensentscheidung junger Soldaten

Der Film zeigt, wie der 18-jährige Larry Colburn 1968 eine Gewissensentscheidung traf – und während des My-Lai-Massakers den Befehl verweigerte, um vietnamesische Zivilisten zu retten.

Larry steht exemplarisch für junge Menschen, die vor dieser Entscheidung stehen. Seine Tat rettete Leben, aber er zahlte einen Preis, der ihn sein Leben lang nicht mehr losließ. Sein Vater war Soldat in der Normandie und kehrte traumatisiert zurück – Larry wusste, was Krieg bedeutet.

Im Film sagt heute Connor, Larrys Sohn:

„Überlegt es euch gut. Die Politiker schicken nicht ihre Kinder. Es interessiert sie einen Scheiß, wenn ihr in den Krieg ziehen müsst.“ Donnerstag, 5.2.2026, 20 Uhr – Kölner Filmhaus, Trailer und Infos Resistance Film